PINO P. Bass

Auf lang ausgebrüteten Wunsch meines Kunden durfte ich ihm einen P-Style Bass nach dem Vorbild seines Idols bauen.

Die Vorgabe „unter 4 Kilo“ konnte dank eines sehr leichten Korpus aus amerik. Roterle von der Fa. Nebelheim-Tonholz eingehalten werden. Wobei die echt fetten vintage Tuner schon ein ordentliches Pfund in die Waagschale warfen. Aber im Endergebnis landeten wir bei angenehmen 3,7 Kilo ohne allzugroße Kopflastigkeit.

Der Hals wurde klassisch aus Ahorn und das Griffbrett aus Palisander angefertigt. Ein Knochensattel kam zum Einsatz. Als Vorlage für das Halsprofil diente der Hals eines MusicMan-Basses, der meinem Kunden am besten in der Hand lag. Der Spannstabzugang wurde wie beim MM-Bass korpusseitig per Spokewheel vorgesehen.

Der Korpus wurde zunächst in gelblich-weiß und anschließend in Fiesta Red lackiert. Zum Schluss kam noch ein Klarlack der Fa. Gitarrenbastler drauf, der sich „Weatherchecking vintage getönt“ nennt. Dieser Lack ist mit einem Hauch Bernstein gefärbt und kommt ohne Weichmacher daher. Das sorgt für eine bald einsetzende feine Rissbildung und einen leichten „Nikotintouch“ auf der Oberfläche.

Bei den Pickups haben wir uns für das „Preci Bass ‚60 grey bobbin vintage Set“ der Fa. David Barfuss entschieden; eine gute Wahl, wie es scheint.

Den Korpus habe ich entsprechend dem Vorbild und auf Wunsch bei der Armauflage etwas mehr geaged. Die Halsrückseite wurde im Griffbereich nicht lackiert, sondern geölt und gewachst, was für ein sehr angenehmes holziges und natürliches Griffgefühl sorgt.

Die Hardware, das Pickguard und die Pickupkappen wurden ebenfalls geaged.

Das gute Stück wurde an einen freudestrahlenden Kunden übergeben und muss sich nun im Alltag bewähren.